Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: September 2026
§1 Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für alle Verträge zwischen Collin Walorczyk, Mühlentorstraße 2a, 37124 Rosdorf (nachfolgend „Anbieter“ oder „Cowatra“) und seinen Auftraggebern (nachfolgend „Kunde“) über die Erbringung von Webdesign-, Programmier- und Wartungsleistungen.
Abweichende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
Die Leistungen richten sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des §14 BGB. Verbraucher (§13 BGB) sind als Auftraggeber ausgeschlossen.
Diese AGB werden dem Kunden vor Vertragsschluss über einen Link zur jeweils aktuellen Fassung unter cowatra.de/agb in Textform zugänglich gemacht; auf Wunsch übersenden wir sie zusätzlich als PDF. Mit der Annahme eines Angebots erkennt der Kunde diese Fassung als Vertragsgrundlage an.
Die Erstellung einer Website (§§ 2, 5–7) ist Werkvertrag (§§ 631 ff. BGB), die laufende Wartung (§ 8) ein Vertragsverhältnis eigener Art mit dienstvertraglichem Schwerpunkt. Regelungen dieser AGB, die sich ausdrücklich nur auf eine der beiden Leistungsarten beziehen, gelten nicht für die jeweils andere.
§2 Vertragsschluss
Angebote des Anbieters sind freibleibend. Ein Vertrag kommt zustande, sobald der Kunde ein Angebot in Textform (E-Mail, WhatsApp, schriftlich) annimmt und der Anbieter die Annahme bestätigt.
Für die Beauftragung eines Website-Pakets gilt ergänzend die besondere Regelung zur Entwurfsphase in § 7: der Vertrag über das gewählte Paket kommt erst mit der dort beschriebenen Freigabe des Entwurfs zustande, auch wenn der Kunde zuvor bereits ein Angebot angenommen hat.
Sämtliche Vereinbarungen sind in Textform festzuhalten. Mündliche Nebenabreden haben keine Gültigkeit.
§3 Leistungsumfang
Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot bzw. der Leistungsbeschreibung der gebuchten Pakete (Starter, Business, Premium) und etwaiger Add-ons (z. B. Local-SEO + Google-Profil, monatlicher Content).
Der Anbieter erbringt seine Leistungen nach den Regeln der Technik und mit der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt. Er schuldet ein qualitativ hochwertiges Werk im Rahmen der vereinbarten Spezifikation, jedoch keinen wirtschaftlichen Erfolg (z. B. bestimmte Google-Rankings, Anzahl von Anfragen).
Der Anbieter ist berechtigt, Subunternehmer einzusetzen. Die Verantwortung für deren Leistung verbleibt beim Anbieter.
§4 Mitwirkungspflichten des Kunden
Der Kunde stellt rechtzeitig alle erforderlichen Inhalte bereit (Texte, Bilder, Logos, Briefing-Antworten, Domain-Zugänge etc.) und erteilt zeitnah Freigaben. Verzögerungen aus dem Verantwortungsbereich des Kunden gehen nicht zu Lasten des Anbieters.
Der Kunde versichert, dass alle bereitgestellten Inhalte keine Rechte Dritter (Urheberrecht, Markenrecht, Persönlichkeitsrecht etc.) verletzen. Soweit Ansprüche Dritter auf vom Kunden bereitgestellten Inhalten beruhen und der Kunde die Rechtsverletzung zu vertreten hat, stellt er den Anbieter von diesen Ansprüchen sowie von angemessenen Kosten der Rechtsverteidigung frei.
§5 Preise und Zahlungsbedingungen
Es gelten die im Angebot ausgewiesenen Preise. Umsätze sind gemäß § 19 UStG von der Umsatzsteuer befreit (Kleinunternehmerregelung).
Die Zahlungsbedingungen für Webseiten-Pakete sind grundsätzlich:
- keine Zahlung vor Freigabe des Entwurfs nach § 7
- 50 % Anzahlung nach Freigabe des Entwurfs und Auftragserteilung
- 50 % Restzahlung bei Abnahme / Live-Schaltung
Für das Einstiegsangebot („Der Einstieg“) gilt: Wechselt der Kunde innerhalb von sechs Monaten ab Live-Schaltung auf ein größeres Paket, wird der bereits gezahlte Einstiegspreis vollständig auf dessen Paketpreis angerechnet. Der Anspruch entfällt, wenn der Einstiegspreis nicht vollständig bezahlt wurde.
Wartungsverträge werden monatlich im Voraus per Rechnung abgerechnet. Zahlungsziel ist 14 Tage netto ab Rechnungsdatum, sofern nichts anderes vereinbart wurde.
Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, die Leistungserbringung auszusetzen und Verzugszinsen gemäß §288 BGB zu verlangen.
§6 Lieferfrist und Bauphase
Der Anbieter verpflichtet sich zu einer Lieferfrist von 4 Wochen ab Vorliegen aller für den Bau notwendigen Inhalte und Freigaben des Kunden. Kommt es zu einer Verzögerung, informiert der Anbieter den Kunden unverzüglich und nennt einen neuen verbindlichen Termin. Die gesetzlichen Rechte des Kunden bei Verzug bleiben unberührt.
Während der Bauphase bessert der Anbieter im Rahmen der vereinbarten Spezifikation unbegrenzt nach. Wesentliche Änderungen am Leistungsumfang (Change Requests) bedürfen einer separaten Vereinbarung in Textform und können zusätzliche Kosten und Lieferzeiten auslösen.
Nach Fertigstellung schaltet der Anbieter die Website in einer Vorschauumgebung frei und fordert den Kunden zur Abnahme auf. Der Kunde prüft die Website innerhalb von 10 Werktagen und teilt wesentliche Mängel in Textform mit; unwesentliche Mängel berechtigen nicht zur Verweigerung der Abnahme. Äußert sich der Kunde innerhalb dieser Frist nicht, gilt die Website gemäß § 640 Abs. 2 BGB als abgenommen. Mit der Abnahme wird die Restzahlung nach § 5 fällig und die Website live geschaltet.
Bis zur Abnahme kann der Kunde den Erstellungsauftrag jederzeit in Textform kündigen (§ 648 BGB). Der Anbieter behält in diesem Fall den Anspruch auf die vereinbarte Vergütung abzüglich ersparter Aufwendungen; die bereits geleistete Anzahlung nach § 5 wird hierauf angerechnet.
§7 Entwurfsphase (kein Widerruf)
Diese AGB gelten ausschließlich gegenüber Unternehmern (§ 14 BGB). Ein gesetzliches Widerrufsrecht nach § 355 BGB besteht daher nicht. Anbieter und Kunde vereinbaren stattdessen die nachfolgende Entwurfsphase.
Vor der verbindlichen Beauftragung erstellt der Anbieter einen Entwurf der Startseite und legt ihn dem Kunden vor. Bis zur Freigabe dieses Entwurfs entstehen dem Kunden keine Kosten; ein Zahlungsanspruch des Anbieters besteht nicht. Der Kunde ist nicht verpflichtet, seine Entscheidung zu begründen.
Der Vertrag über das gewählte Paket kommt erst mit der Freigabe des Entwurfs in Textform (E-Mail genügt) zustande. Am nicht freigegebenen Entwurf erwirbt der Kunde keine Nutzungsrechte.
§8 Wartung und Kündigung
Wartungsverträge laufen auf unbestimmte Zeit und sind monatlich mit einer Frist von 14 Tagen zum Monatsende kündbar. Die Kündigung bedarf der Textform (E-Mail genügt).
Der Anbieter ist zur außerordentlichen Kündigung berechtigt, wenn der Kunde mit zwei aufeinanderfolgenden Monatszahlungen in Verzug ist oder seine Mitwirkungspflichten trotz Fristsetzung erheblich verletzt.
Endet der Wartungsvertrag, händigt der Anbieter dem Kunden auf dessen Anforderung die Dateien der Website, die Inhalte und — sofern die Domain über den Anbieter registriert ist — den zur Übertragung erforderlichen Authentifizierungscode aus. Die Herausgabe erfolgt innerhalb von 14 Tagen nach Vertragsende und ist für den Kunden kostenfrei. Voraussetzung ist, dass der Paketpreis vollständig bezahlt und keine Forderung offen ist.
§9 Nutzungsrechte
Mit vollständiger Bezahlung des Paketpreises überträgt der Anbieter dem Kunden ein einfaches, zeitlich und räumlich unbeschränktes Nutzungsrecht an den eigens für den Kunden erstellten Werken (Designs, Texte, Code) für die vertraglich vereinbarten Zwecke. Das Nutzungsrecht umfasst insbesondere den Betrieb der Website unter der vereinbarten Domain, deren öffentliche Zugänglichmachung im Internet sowie inhaltliche Anpassungen durch den Kunden oder von ihm beauftragte Dritte.
Der Kunde erhält die zum Betrieb der Website erforderlichen Dateien. Design-Rohdateien und unkomprimierter Quellcode verbleiben beim Anbieter, sofern nichts anderes vereinbart wird.
Eine Übertragung an Dritte oder ein Weiterverkauf bedarf der vorherigen Zustimmung des Anbieters. Der Anbieter behält sich das Recht vor, die Webseite als Referenzprojekt zu zeigen.
An eingesetzten Open-Source-Bestandteilen (Frameworks, Bibliotheken) gelten die jeweiligen Lizenzbedingungen unverändert weiter.
§10 Gewährleistung
Es gelten die gesetzlichen Gewährleistungsvorschriften. Der Anbieter haftet nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften für Mängel der Leistung, sofern diese durch ihn zu vertreten sind.
Mängel sind in Textform anzuzeigen, damit der Anbieter nachbessern kann. Der Anbieter hat zunächst Anspruch auf Nacherfüllung. Schlägt diese trotz angemessener Frist fehl, kann der Kunde die gesetzlichen Rechte (Minderung, Rücktritt, Schadensersatz) geltend machen.
§11 Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz, grobe Fahrlässigkeit, Schäden an Leben, Körper und Gesundheit sowie nach den Bestimmungen des Produkthaftungsgesetzes.
Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) und beschränkt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden.
Vorbehaltlich der Haftung für Kardinalpflichten nach Absatz 2 ist eine Haftung für entgangenen Gewinn, ausgebliebene Geschäftsabschlüsse oder mittelbare Schäden außer in Fällen von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
Die Haftung für einfache Fahrlässigkeit ist der Höhe nach auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt; pro Schadensfall höchstens auf den vereinbarten Paketpreis (Auftragssumme). Diese Begrenzung gilt nicht bei Verletzung von Leben, Körper, Gesundheit, bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit sowie bei Ansprüchen nach dem Produkthaftungsgesetz.
Der Anbieter haftet nicht für Ausfälle Dritter (Hosting-Anbieter, Domain- Registrar, externer Mail- und Drittdienstleister), soweit die Wahl des Dienstleisters mit dem Kunden abgestimmt war oder dem Stand der Technik entspricht.
§12 Datenschutz
Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden gemäß DSGVO. Im Rahmen der Wartung kann der Abschluss eines Vertrags zur Auftragsverarbeitung (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO erforderlich sein; ein entsprechender Mustervertrag wird vom Anbieter bereitgestellt.
§13 Schlussbestimmungen
Erfüllungsort ist der Sitz des Anbieters. Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
Sofern der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist, ist Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag der Sitz des Anbieters.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gilt diejenige wirksame Regelung als vereinbart, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.
Hinweis: Diese AGB sind eine fundierte Vorlage für Webdesign-Dienstleistungen und ersetzen keine individuelle Rechtsberatung. Vor erstem Vertragsschluss empfehlen wir die Prüfung durch einen Anwalt.